1. Juni 2014

Harnblasentumoren / Urothelkarzinome /Harnblasenkarzinome

Harnblasentumoren / Urothelkarzinome /Harnblasenkarzinome

In einer retrospektiven Studie wurde der Effekt eine Sicherheitschemotherapie zusätzlich zu einer Operation eines Harnblasenkarzinoms geprüft. Die Anwendung einer zusätzlichen Sicherheitschemotherapie verbesserte die Überlebenschancen um 29%.


Booth CM et al., Cancer 2014 (online publication, in advance)

Eierstockstumoren / Ovarialkarzinome

Eierstockstumoren / Ovarialkarzinome


Die Europäische Zulassungsbehörde EMA hat eine neue Therapie für Patientinen mit Ovarialkarzinom und platinresistenter Erkrankung zur Zulassung empfohlen. Hierbei handelt es sich um das Medikament Vintafolid; ein kleines Molekül, das die bewährte Chemotherapiesubstanz Vinblastin an Tumorzellen mit Nachweis von Folatrezeptoren übermittelt. Die Therapie mit Vintafolid wurde in Kombination mit pegyliertem, liposomalen Doxorubicin in der PRECEDENT-Studie geprüft.

Follikuläre Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) (Lymphdrüsenkrebs)

Follikuläre Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) (Lymphdrüsenkrebs)
 
Bei Patienten mit fortgeschrittenem follikulären Non-Hodgkin-Lymphom wurden 3 Strategien geprüft: (1.) therapiefreie Verlaufsbeobachtung, (2.) Induktionstherapie mit Rituximab (4 mal alle 3 Wochen), oder (3.) Induktionstherapie mit Rituximab (siehe 2.) plus Erhaltungstherapie mit Rituximab alle 2 Monate für 2 Jahre. Therapiearm 2.) wurde nach kürzerer Zeit geschlossen. Im Vergleich der Therapiearme (1.) ‚therapiefreie Verlaufsbeobachtung’ und (3.) ‚Induktions- + Erhaltungstherapie mit Rituximab’ waren nach 3 Jahren 46% der behandlungsfreien Patienten und 88% der Patienten im Therapiearm (3.) ohne neue Behandlung (Chemotherapie). Diese Studie zeigt, dass eine Therapie mit dem Antikörper Rituximab die Zeitdauer bis zur Chemotherapie deutlich verbessern/verlängern kann und daher bei Patienten mit fortgeschrittenem follikulärem NHL als eine Alternatibe zur therapiefreien Verlaufsbeobachtung zu erwägen ist.


Ardeshna K.M., et al. N Engl J Med 15: 424-435, 2014-05-07