15. Dezember 2016

Brustkrebs

Erstlinientherapie bei HER2-positivem Brustkrebs

Für die Therapie von Patientinnen mit HER2-positivem, fortgeschrittenen Brustkrebs stehen verschieden Behandlungsmöglichkeiten unter Einschluß einer Therapie gegen den HER2-Rezeptor zur Verfügung, so z.B. Trastuzumab, Pertuzumab, Lapatinib und Trastuzumab-Emtansin (T-DM1). In der sogenannten MARIANNE-Studie wurden 3 Behandlungsmöglichkeiten miteinander verglichen: Trastuzumab in Kombination mit einem Taxan, T-DM1, und T-DM1 plus Pertuzumab. Sowohl die Ansprechraten als auch die Zeiten bis zum erneuten Fortschreiten der Erkrankung unterschieden sich nicht signifikant voneinander (J Clin Oncol 34, 2016).
Die MARIANNE-Studie wurde bereits 2010 konzipiert als die Ergebnisse einer weiteren wichtigen Studie (CLEOPATRA) noch nicht verfügbar waren. In der Cleopatra-Studie konnte gezeigt werden, dass die Kombination von Trastuzumab, Pertuzumab und einem Taxan zu deutlich besseren Ergebnisse führt als Trastuzumab+Taxan (N Engl J Med 366, 2012). Insofern ändern die jetzt abschließend veröffentlichten Daten der MARIANNE-Studie nicht die derzeitige Empfehlung für eine Erstlinientherapie mit einem Taxan gemeinsam mit Trastuzumab plus Pertuzumab.