1. Juni 2014

Uterusmyome / Gebärmuttermyome /Leiomyosarkome des Uterus - Operation

Uterusmyome / Gebärmuttermyome /Leiomyosarkome des Uterus

Bei der operativen Entfernung der Gebärmutter aufgrund von ‚Myomen’ wird nicht selten eine Technik verwendet, bei der der Uterus noch in der Bauchhöhle zerkleinert (‚morcelliert’) wird. In seltenen Fällen (1 von 350) liegen jedoch nicht nur gutartige Myom-Wucherungen vor sondern auch Anteile bösartiger Entartungen, sogenannte Leiomyosarkome, die erst nach der Operation durch den Pathologen entdeckt werden. In diesen Fällen kann es somit zu einer Verschleppung/Ausbreitung  von Tumorzellen in der Bauchhöhle  und zu einer erheblichen Prognoseverschlechterung der Patientinnen kommen. Aus diesem Grund hat die US-amerikanische Behörde FDA empfohlen, auf die laparoskopische Morcellierung (Zerkleinerung) der Gebärmutter zu verzichten. Aus onkologischer Sicht handelt es sich dabei um eine sinnvolle Empfehlung, da die Tumorzellaussat durch die Zerkleinerung der Gebärmutter in der Bauchhöhle immer wieder zu einer Ausbreutung von Tumorgeschwülsten (Metastasen) und damit zu einer sehr schlechten Prognose dieser Patientinnen führt.