1. Juni 2014

Fortgeschrittene Prostatakarzinome - antihormonelle Therapie plus Chemotherapie

Prostatakarzinome 

Bei Patienten mit fortgeschrittener Metastasierung (Tochtergeschwülsten), z.B. Metastasen in inneren Organen oder mit zahlreichen Knochenmetastasen, führt die international übliche Behandlung mit einer antihormonellen Therapie zu einer deutlichen Prognoseverbesserung, die jedoch zeitlich begrenzt ist. Bei Fortschreiten der Erkrankung kommen neben anderen, neuen antihormonellen Medikamenten auch Zytostatika wie Taxane zum Einsatz, die die Erkrankung für einen ebenfalls begrenzten Zeitraum erneut aufhalten können. In einer Phase III-Studie, die beim diesjährigen ASCO-Kongreß (2014) vorgestellt wurde, wurde nun zum Beginn einer Behandlung eine alleinige antihormonelle Therapie mit einer Kombination von antihormoneller Behandlung plus dem Zytostatikum Docetaxel verglichen. Bei Patienten mit fortgeschrittener Metastasierung zeigte sich dabei, daß die Kombinationstherapie zu einem deutlichen Zugewinn der Überlebenszeit um ca. 17 Monate gegenüber alleiniger antihormoneller Therapie führte. Vorläufige Schlußfolgerung aus diesen Ergebnissen ist, dass eine solche Kombinationstherapie erwogen werden sollte, wenn der Allgemeinzustand der Patienten dies erlaubt und eine fortgeschrittene Metastasierung vorliegt.

Sweeney C et al., J Clin Oncol / ASCO-Kongreß 2014 (abstract LBA2)