28. April 2013

CLEOPATRA - Studie jetzt auch mit Überlebensvorteil für die zusätzliche Gabe von Pertuzumab bei Patientinnen mit HER-2 positivem Mammakarzinom

In der sogenannten Cleopatra-Studie wurden mehr als 800 Patientinnen mit HER2-positivem Mammakarzinom untersucht. Bei Nachweis einer Metastasierung wurde durch Zufallsentscheidung (randomisiert) eine Behandlung mit Trastuzumab (Herceptin(R)) und Docetaxel plus einem Scheinmedikament (Plazebo) oder mit Trastuzumab, Docetaxel und dem Antikörper Pertuzumab durchgeführt. In der ersten Auswertung dieser Studie wurde bereits eine deutliche, statistisch signifikante Verbesserung des sogenannten progressionsfreien Überlebens, d.h. der Zeitdauer bis zum Fortschreiten der Erkrankung, beschrieben. In einer neuen Zwischenauswertung wird nunmehr auch eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens berichtet. Das exakte Ausmaß der Überlebensverbesserung ist momentan noch nicht zu beziffern und wird erst nach weiterer Beobachtung der Patientinnen beurteilbar sein. Pertuzumab (Perjeta(R)), das inzwischen auch von der europäischen Zulassungsbehörde EMA zugelassen wurde, erweist sich sich somit - in Kombination mit Trastuzumab und Docetaxel - als eine gute Therapiewahl  zur Verbesserung der Behandlungschancen von Patientinnen mit metastasiertem, HER2-positivem Mammakarzinom. Unklar ist, ob Pertuzumab eventuell auch in der weiteren Therapiefolge zu einer Übelebenszeitverbesserung führen kann. In dieser Situation kommt aufgrund der Daten der sogenannten EMILIA-Studie inzwischen auch eine Therapie mit Trastuzumab-DM1 (T-DM1) in Betracht.

Swain SM et al., Lancet Oncol 2013