4. Januar 2013

Ovarialkarzinome (Eierstockkrebs)


Beim ESMO Kongreß (Wien, September 2012) wurden Ergebnisse von 2 Studien bei Patietinnen mit Rückfall eines Ovarialkarzinoms vorgestellt. In beiden Studien wurde die Relevanz von des VEGF-Hemmstoffs Bevacizumab untersucht.

In der AURELIA Phase III Studie wurden Patientinnen behandelt, die innerhalb von 6 Monaten nach Versagen einer platinhaltigen Chemotherapie ein Fortschreiten der Erkrankung zeigten. Die Patientinnen erhielten entweder Paclitaxel, pegyliertes liposomales Doxorubicin oder Topotecan, entweder als alleinige Chemotherapie mit einer der o.a. Medikamente oder in Kombination mit Bevacizumab. Durch die Zugabe von Bevacizumab wurden die Ansprechrate und die Zeitdauer bis zum erneuten Fortschreiten der Erkrankung statistisch signifikant verlängert. Die Autoren dieser Studien postulieren, die Kombinationstherapie mit Bevacizumab stelle einen neuen Standard in der Behandlung platinresistenter Patientinnen mit Ovarialkarzinom dar.

Poveda et al., ESMO Kongreß 2012, Abstract LBA26

In der OCEANS Studie wurden Patienten mit platin-sensitivem Rückfall ihrer Erkrankung untersucht, entweder mit der Chemotherapie bestehend aus Carboplatin und Gemcitabin oder derselben Kombination plus Bevacizumab, das bis zum Fortschreiten der Erkrankung verabreicht wurde. In einer aktuellen Auswertung dieser Studie nach nunmehr 42 Monaten bestätugte sich der bereits vorher veröffentlichte Vorteil der Kombination im Hinblick auf die Zeitdauer bis zum erneuten Therapiefortschreiten; ein Einfluß auf das Gesamtüberleben ließ sich jedoch nicht belegen.

Aghajanian et al., ESMO Kongreß 2012, Abstract 967O