5. Januar 2013

Myeloproliferative Erkrankungen: Polycythaemia vera (PCV)

 
Patienten mit einer Polycythaemia vera weisen ein erhöhtes Risiko für (arterielle und venöse) Thrombosen auf, das sich u.a. in Schlaganfällen und Herzinfarkten äußern kann. In einer italienischen Studie wurde jetzt untersucht, wieweit der sogenannte Hämatokrit-Wert (Hkt) durch Aderläße und/oder Medikamente gesenkt werden sollte, um das Thromboserisiko zu verringern. Patienten wurden zufällsmäßig ausgewählt (randomisiert), um den Hämatokritwert auf Werte zwischen 45-50% oder unter 45% einzustellen. Dabei zeigte sich, dass das Thromboserisiko (arterielle und venöse Thrombosen) in der Gruppe mit einem Hämatokrit-Wert kleiner als 45% um das ca. 2-3-fache (von 10,9% auf 4,4%) gesenkt werden konnte.  
 
Marchioli et al., N Engl J Med 368: 22-33, 2013